Beginnen wir mit den CFD-bzw. Futurebrokern. Die relevanten Broker sind RBS marketindex, oanda fxtrade, metatrader, IBS und Ninjatrader mit Zenfiredatenfeed.
RBS Marketindex: - sehr einfach in der Bedienung, keine Mindesteinlage notwendig, jedoch manchmal unehrliche Kurse. Es werden gerne Stops gefischt durch sogenannte Spikes, d. h. Riesenausschläge nach oben oder nach unten die euren Stop erfassen, aber dann wieder zurückgehen. Hab das gemerkt da ich fx-trade und marketindex oft parallel laufen lasse. Für diese Spikes übernimmt marketindex von alleine keine Verantwortung. Die kommen aber auch relativ selten vor. Spreads sind mittelmäßig hoch. Fazit: Für Anfänger in Ordnung. Ihr erstes Standbein können sie dort setzen. Man kann sagen: Wer bei marketindex mit seiner Strategie nicht erfolgreich wird, braucht es bei anderen Brokern gar nicht erst versuchen.
Oanda fxtrade: - Ebenfalls keine Mindesteinlage erforderlich, bei der Anmeldung musste ich aber mein Geld über verschiedene Banken nach Amerika überweisen, weil die dort ihren Sitz haben, sind etwas Gebühren angefallen. Aber: Ehrliche Kurse, falls Spikes vorkommen entschuldigt sich oanda förmlich und man wird entschädigt, sehr niedrige Spreads, ebenfalls einfache Bedienung (man kann auf deutsch stellen), im Vergleich zu marketindex zudem weniger Lags, Stotterungen, Verzögerungen. Bei marketindex läuft das Ding manchmal in Zeitlupe wenn man viele Indikatoren mit einbaut. Fazit: Sehr gute Qualität, ich nutze den Broker als Erstbroker und RBS marketindex als Zweitbroker. Das hat folgenden Vorteil: Wenn ich Gewinne mache, zahl ich die Gewinne von RBS jede Woche auf mein Konto ein da keine Gebühren dazu anfallen. FXtrade oanda nutze ich aber eher als langfristige Kapitalvermehrung, da dort Gebühren anfallen wenn man abhebt. fxtrade ist also schon eher etwas für mittel- bis Fortgeschrittene, die eine Strategie parat haben. Das rechtfertigt dann den kleinen Aufwand.
CMC markets: Mindesteinlage von 500 Euro notwendig, Spreads etwas höher als bei RBS marketindex, läuft einigermaßen ruckelfrei, Spikes kommen oft vor. CMC markets würde ich nicht empfehlen, teilweise Finanzierungsgebühren, wenn man über Nacht im Markt bleibt. Fazit: Ähnlich wie RBS-marketindex, aber verlangt dafür mehr (Einlage, Finanzierungsgebühren). Würde ich also nicht nehmen.
IBS: IBS hat ehrliche Kurse, der Spread beträgt nahezu Null. Allerdings fallen Gebühren an für die Trades, was der große Nachteil ist. Diesen Broker hab ich aufgrund der Gebühren niemals ausprobiert, allerdings im Traderumfeld nur Gutes darüber gehört. Ihr müsst aber schon über ein angemessenes Kapital verfügen, damit die Gebühren das Trading für euch nicht unrentabel machen.
Metatrader: Das ist eine Software, auf der ihr euren Handel automatisieren könnt. Enthält auch gute Analysemöglichkeiten. Habs mal ausprobiert. Ist mir zu technisch und ich bin kein Programmierer. Habs also gelassen. Fazit: Eindeutig für Forgeschrittene. Wer im Bereich Programmieren gewieft ist und schon lange Erfahrung hat mit seiner Strategie, kann an dieser rumtüfteln und versuchen zu automatisieren. Für Anfänger eher ungeeignet.
Ninjatrader mit Datenfeed Zenfire: Viele meiner Kollegen im Traderumfeld landen letztlich beim Ninjatrader weil dort die ehrlichsten Kurse sind und er am stabilsten ist. Allerdings stellt er nur die Kurse als Zahlen bereit, ihr seht sie nicht grafisch. Ihr braucht dafür ein Extraprogramm. Und es fallen Gebühren an. Fazit: Jeder landet mal beim Ninjatrader, aber selbst bei mir ist es nicht so weit.
Das waren meine Erfahrungen bezüglich den CFD`s/-Futurebrokern. Ihr habt damit einen Eindruck direkt aus der Praxis bekommen, was man wann verwendet und warum.
Dienstag, 15. September 2009
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